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Ziele

An der Universität Wien gibt es kein Institut / keine Abteilung

das oder die Literatur in einem ähnlich breiten und vielfältigen Kontext behandelt. Selbstverständlich ergeben sich für die Vergleichende Literaturwissenschaft wechselnde Berührungspunkte mit den Nationalphilologien, mit Theater- und Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Publizistik und anderen Fächern. Zugleich ist die Abteilung die einzige in Österreich, an der das Fach als Bachelorstudium, d. h. von Beginn an, studiert werden kann.

Die Aufgabe der Abteilung

besteht in der Auseinandersetzung mit literarischen Werken und ihren Beziehungen zu anderen künstlerischen Phänomenen, insbesondere Musik, Bildende Kunst und Film, auf supranationaler Ebene. Im besonderen gilt das Augenmerk dem Transfer einzelner literarischer Werke, Gattungen oder stilistischer Strömungen über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg, d. h. ihrer Verbreitung beim Publikum, ihrer kritischen Aufnahme, Übersetzung und produktiven Rezeption durch Autoren oder Autorinnen in anderen Sprachräumen; ferner der Untersuchung der Übertragung literarischer Werke in andere Medien wie Theater, Rundfunk, Fernsehen, Film oder Internet sowie Vergleichen zwischen Literatur und anderen künstlerischen Disziplinen. Als Grundlage für die Erforschung der Beziehungen und Transfers zwischen den Literaturen bzw. zwischen Literatur und anderen Künsten dient ihre theoretische Reflexion (z. B. Rezeptionsästhetik, Intertextualität, Postcolonial Studies) sowie die Analyse der Rolle der an der Vermittlung beteiligten Institutionen (z. B. Buchhandel, Zeitschriften und neue Medien).

Momentan liegt der Schwerpunkt

auf der Erforschung und Lehre der Beziehungen zwischen den Literaturen des englischsprachigen Raums, der Romania (einschließlich Lateinamerikas) und der Germania, einzelne Lehrveranstaltungen sind den Beziehungen zum slawischen Raum und außereuropäischen Literaturen gewidmet. Der aktuelle Studienplan berücksichtigt verstärkt die Beziehungen zu außereuropäischen Literaturen und zu anderen künstlerischen Disziplinen. Seit der Gründung des Instituts wurde ferner die Verbindung von Literaturwissenschaft und Buchwissenschaft bzw. Sozialgeschichte der Literatur gesucht, die bei dem literarischen Transfer über Sprach- und Landesgrenzen hinweg im Mittelpunkt steht.

Zeitschriften und Publikationsreihen

Neben Forschung und Lehre erfüllt die Abteilung Aufgaben im Bereich der Gutachtertätigkeit und besonders intensiv auf dem Gebiet der Herausgabe wissenschaftlicher Zeitschriften (Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur IASL, Daphnis, Studi Ispanici) und Monographienreihen:

Institut für Europäische und Vergleichende
Sprach- und Literaturwissenschaft
Abteilung für Vergleichende
Literaturwissenschaft
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